Die standesamtliche Trauung



Bis Ende des Jahres 2008 war eine Eheschließung auf dem Standesamt die Vorbedingung dafür, dass ein Paar auch kirchlich heiraten konnte. Dies änderte sich mit dem seit 1. Januar 2009 gültigen Personenstandsrechtsreformgesetz. Die Trauung auf dem Standesamt ist aber immer noch die einzige Möglichkeit, eine vom Staat anerkannte Ehe zu schließen.

Die standesamtliche Trauung ist grundsätzlich nur in öffentlichen Gebäuden möglich. In vielen Gemeinden gibt es jedoch inzwischen die Möglichkeit, sich vom Standesbeamten oder der Standesbeamtin in stimmungsvoller Umgebung trauen zu lassen, beispielsweise in einer Burgruine, auf einem Schloss oder in einem historischen Kellergewölbe.

Trauungen finden meist am Samstag statt, sind aber prinzipiell an allen Wochentagen möglich.

Will sich ein Paar trauen lassen, müssen beide Partner die beabsichtige Eheschließung beim Standesamt anmelden. Damit die Ehe geschlossen werden kann, muss das Paar dem Standesbeamten noch vor der Hochzeit auch einige Dokumente vorlegen. Dazu gehören meist:
  • Personalausweis oder Reisepass
  • beglaubigte Abschriften aus den Familienbüchern der Eltern (nicht älter als 6 Monate)
  • evtl. Abstammungsurkunden
  • Urkunden über vorherige Eheschließungen und vor allem –scheidungen)
Bei Eheschließungen mit Ausländern können auch noch zahlreiche andere Bescheinigungen verlangt werden. Was genau an Unterlagen verlangt wird und wo man sie bekommt sollte man sich vom zuständigen Standesbeamten ausführlich erklären lassen. Da die Beantragung von Formularen im Ausland oft lange dauern kann, und viele auch noch übersetzt und beglaubigt werden müssen, sollte man sich in so einem Fall sehr früh um die entsprechenden Dokumente kümmern.

Nicht zu vergessen sind auch die Gebühren, die für die Ausstellung der jeweiligen Urkunden meist anfallen. Liegen dann alle Dokumente vor, kann das Paar endlich zum Heiraten aufs Standesamt!