Die Sitzordnung bei der Hochzeit



Je nach Art der Feier kommt auch die Planung der Sitzordnung auf das Brautpaar zu. Auch bei lockeren Feiern ist das verbreitet und für die Gäste sehr hilfreich. So weiß jeder, wo er "hingehört", und alle Gäste sind für die erste Zeit gut aufgehoben. Erfahrungsgemäß löst sich spätestens nach dem Nachtisch sowieso jede Sitzordnung auf, aber da ist die Stimmung meist entspannter.

Gerade bei Hochzeiten mit vielen Gästen, die sich gegenseitig nicht kennen, kann es von Vorteil sein, nicht nur einen Namen auf die Tischkarte zu schreiben. Anstelle von "Stefan Müller" könnten Sie beispielsweise schreiben: "Stefan Müller, Jugendliebe der Braut" oder "Katja Schmidt, Kollegin des Bräutigams". So haben Gäste gleich eine kleine Anknüpfmöglichkeit für Gespräche, das Eis ist gebrochen.

Die Sitzordnung hängt natürlich auch immer von dem Raum ab, in dem die Feier stattfindet, bzw. mit den Tischen. Die "klassische" Sitzordnung bei Hochzeitsfeiern bezieht sich auf eine lange Tafel, an der das Brautpaar sitzt. Dabei sitzt die Braut rechts vom Bräutigam, rechts von ihr der Vater des Bräutigams, die Mutter des Bräutigams und der Trauzeuge bzw. die Trauzeugin der Braut. Links vom Bräutigam sitzt die Mutter der Braut, der Vater der Braut und der Trauzeuge bzw. die Trauzeugin des Bräutigams.

Die restlichen Familienmitglieder und Freunde werden sozusagen in "absteigender" Reihenfolge der Blutsverwandtschaft platziert. Diese Sitzordnung geht davon aus, dass die Tische in U- oder E-Form aneinander gestellt sind.

Bei vielen Hochzeitsfeiern werden jedoch auch viele einzelne Tische verwendet. Hier muss das Brautpaar bzw. der Wedding Planner aktiv werden, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt, wenn er beispielsweise an einem Tisch sitzt, der "weit" vom Brautpaar entfernt ist.

Fast ideal ist es, wenn eine große Tafel für das Brautpaar und die Eltern aufgestellt wird, und mehrere kleinere Tische für die restlichen Gäste. So werden die Brauteltern geehrt, für die anderen Gäste ist es aber leicht, zwischendurch auch mal den Platz zu wechseln und alle anderen Gäste kennen zu lernen.

Aber auch bei der klassischen Konstellation kann es natürlich Probleme geben, beispielsweise wenn ein Partner Vollwaise ist oder wenn ein Elternpaar geschieden und wieder neu verheiratet ist. Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen und Taktgefühl werden Sie aber auch diese Hürden nehmen.