Ideen für den Hochzeitsstrauß



Der Brautstrauß ist von einer Hochzeit nicht wegzudenken. Ob prunkvolle kirchliche Zeremonie oder nur einige Minuten auf dem Standesamt – keine Braut ohne Hochzeitsstrauß.

Der Strauß ist wirklich rein dekorativ, er dient zu keinem anderen Zweck als die Braut zu schmücken und sie so daran zu erinnern, was heute für ein besonderer Tag ist – nur für den Fall, dass ihr das nicht durch das weiße Kleid und die große Feier ausreichend bewusst ist.

Gute Floristen kennen unzählige Formen und Gestaltungsmöglichkeiten für Brautsträuße. Ein niedlicher Strauß mit Margeriten und Kornblumen im ländlichen Stil, ein mondänes Gebinde aus Calla und Seerosenblättern, oder ein tropfenförmiges Gesteck mit Lilien und Orchideen – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Wer nicht schon selbst eine genaue Vorstellung vom Brautstrauß hat, kann sich bei Floristen Bilder ansehen und so den idealen Strauß auswählen. Im Idealfall kümmert sich das gleiche Blumengeschäft auch um die Blumendekoration für Kirche oder Standesamt, den Ort der Feier und das Auto, so dass alles zusammenpasst. Aber auch für den seltenen Fall, dass man verschiedene Floristen beschäftigt, gilt: Der Blumenschmuck der Hochzeit folgt im Aussehen dem Brautstrauß.

Vergessen Sie nicht die übrigen Elemente des Blumenschmucks rechtzeitig zu bestellen:
  • Blumenschmuck für die Kirche (in manchen Standesämtern darf auch dekoriert werden; vorher fragen!)
  • Dekoration für den Ort der Hochzeitsfeier
  • Tischdekoration
  • Gesteck für die Motorhaube des Brautautos
  • Blumen für die Blumenkinder
  • Ansteckblume oder -sträußchen für den Bräutigam
Bei der Auswahl der Blumen dürfen Sie natürlich ganz Ihren Vorlieben folgen. Wenn das Budget für die Hochzeit nicht unbeschränkt ist, kann es sich sehr lohnen, auf Saisonblumen zu achten. Geben Sie dem Floristen eine Vorstellung davon, wie viel sie für die Dekoration und den Strauß ausgeben möchten bzw. können.

Traditioneller Bestandteil eines Hochzeitsstraußes ist die Myrte, die die Verbindung von Reinheit und Liebe symbolisiert. Bei den meisten Brautsträußen darf die Rose als Blume der Liebe nicht fehlen, die Lilie soll für Unschuld stehen, das Veilchen für Zärtlichkeit, der immergrüne Efeu für Treue. Deswegen sind diese Pflanzen klassische Bestandteile von Brautsträußen. Generell werden weiße Blüten als Zeichen der Reinheit und Unschuld verstanden, rote Blüten als Zeichen der Leidenschaft.

Selbstverständlich können Sie die Tradition auch vollkommen ignorieren und sich einen Strauß aus gelben Ringelblumen, blauen Freesien oder grünen Tulpen binden lassen. Das ist Ihr Tag – gestalten Sie ihn nach Ihrem Geschmack.

Zweige, Blätter, Samenkapseln, Nüsse, Bänder und Perlen tun heute ein Weiteres dazu, den Brautstrauß ganz persönlich und individuell zu machen. Wer mag, kann sich auch kleine persönliche Gegenständen einbinden lassen. Wenn sich Braut und Bräutigam beim Golf spielen kennen gelernt haben, warum nicht ein paar Tees in das Bouquet einbinden?

Traditionell besorgt der Bräutigam den Brautstrauß und überreicht ihn der Braut vor der Kirche oder dem Standesamt. Es hat sich aber bewährt, wenn die Braut den Strauß selbst aussucht und dem Floristen mitteilt, wann er gebraucht wird. Gut ist es auch, einen oder mehrere Trauzeugen zu informieren, so dass sie den Bräutigam daran erinnern können den Strauß abzuholen.

Ein amerikanischer Brauch hat sich durch Film und Fernsehen auch bei uns eingebürgert: das Brautstraußwerfen. Dabei stellt sich die Braut mit dem Rücken zu den unverheirateten Frauen der Hochzeitsgesellschaft auf und wirft ihnen den Strauß zu. Welche der Frauen der Brautstrauß fängt, so heißt es, heiratet als nächste.

Geheimtipp für Bräute, die ihren Brautstrauß lieber behalten und vielleicht als Souvenir konservieren wollen, aber doch Vergnügen am Brauch des Straußwerfens haben: zwei Sträuße binden lassen!