Texte für die Hochzeitszeitung



In einer Hochzeitszeitung kann man sich für das Brautpaar nicht nur auf die Steckbriefe der Eheleute beziehen.

Man benötigt eine ganze Reihe von Texten für eine schöne Hochzeitszeitung. Sie soll eine schöne und vor allem lustige, aber auch romantische Erinnerung des Brautpaares an ihren ganz persönlichen großen Tag darstellen. Allerdings sollte man das Brautpaar gut kennen und gut einschätzen können.

In Hochzeitszeitungen werden auch gerne humoristische Texte eingearbeitet. Auch gibt es zahllose Texte, die ein wenig frivol sind, und man möchte ja nicht dass das Brautpaar sich in seinen Gefühlen verletzt sieht.

Hochzeitszeitungen sind eigentlich Pflicht bei einer Hochzeit, aber genau aus den genannten Gründen gehören sie zu den unausgesprochenen Aufgaben von sehr nahen Verwandten oder engen Freunden. Meistens tragen mehrere Personen zu der Ausgestaltung der Hochzeitszeitung bei.

Die engsten Verwandten und die besten Freunde können am ehesten abschätzen, wie viele und vor allem welche lustigen Hochzeitssprüche ein Brautpaar vertragen kann, worüber es lachen kann und wo die Schmerzgrenze liegt. Grundsätzlich kann und soll eine Hochzeitszeitung ruhig lustig sein. In der Regel geht sie auf der Hochzeitsgesellschaft durch die Hände aller Gäste und sorgt schon auf der Feier für allgemeine Erheiterung.

Keine Frage, dass die Texte einer Hochzeitszeitung auch aus lustigen Sprüchen bestehen, die das Brautpaar ein wenig auf die Schippe nehmen, aber auch die Eltern von Braut und Bräutigam werden gerne einmal mit durch den Kakau gezogen. Eine schöne Erinnerung an einen besonderen Tag!

Ganz Europa ist in Aufruhr:

Berlin:
Sie hätten all haben können! Die Hochzeit von [BRAUT] und [BRÄUTIGAM] stürzte die High Society weltweit in eine Bewusstseinskrise. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von der Hochzeit von [BRÄUTIGAM] und [BRAUT] überall in der High Society von Europa und anderswo. Nun ist es wirklich besiegelt soweit: der begehrteste Junggeselle dieses Jahrhunderts ist unter der Haube, die begehrteste Junggesellin unserer Tage hat ab jetzt keine Termine mehr offen.

Rom:
Mehr als 500 Brauten, die unter dem Fenster von [BRÄUTIGAM] kein Gehör gefunden haben, trafen sich zu einem Protestschwimmen in der Fontana de Trevi. Auf Plakaten forderten sie [BRÄUTIGAM] auf, seine Entscheidung nochmals zu überdenken.

London:
Das britische Königshaus hat sich nach diesem bedeutenden Ereignis auf dem europäischen Heiratsmarkt zu einer Krisensitzung zusammengefunden. Es wird jetzt überlegt, ob die Königin wieder zur Hochzeit frei gegeben werden soll.

Paris:
Starkoch Charles Mousse-Cuse ist außer sich - aus Protest will er seine monumentale "Créme d´Amour à [BRAUT] in "Espoir Perdu" (verlorene Hoffnung) umbenennen.

Soweit der aktuelle Stand -
die langfristigen weltpolitischen Folgen sind noch nicht abzusehen.


Der Schlüpfer

Diese Geschichte ist irgendwann mal in der Weihnachtszeit passiert.

Er stand der endlich gefundenen Braut noch recht fremd gegenüber. Da war es für ihn schwierig, das richtige Geschenk zu finden. Nach langem Überlegen entschloss er sich, ihr ein Paar feine Handschuhe mit einer Nachricht zu schicken. In dem Brief nahm er in jeder Zeile Bezug auf das Geschenk.

Im gleichen Laden kaufte er für seine Mutter ein paar Schlüpfer, als Sohn konnte er es sich ja erlauben. Durch die Unachtsamkeit der Verkäuferin wurden die beiden Päckchen jedoch verwechselt, so dass die Mutter die Handschuhe, die Braut aber die Schlüpfer erhielt. Als die Braut in froher Stimmung das Paket mit den Schlüpfern bekam und es öffnete, las sie folgende Begleitworte:

Liebes Schätzchen!
Ewig habe ich darüber nachgedacht, womit ich Dir als Zeichen meiner Liebe eine kleine Freude machen kann. Neulich habe ich bemerkt, was Du am meisten brauchst. Du findest es im beiliegenden Päckchen. Gern würde ich dabei sein, wenn Du sie zum ersten Mal anziehst, am liebsten würde ich sie dir selbst anziehen. Verlebe glückliche Tage darin, sie sind sehr schön und werden vielen gefallen.
Ich habe mit Absicht eine Nummer zu klein geholt, denn sie weiten sich mit der Zeit und es sieht auch am besten aus, wenn sie eng sitzen.
Die Wahl war schwer, es waren auch lange da, bis an die Gelenke, aber ich dachte mir, je knapper, desto besser. Auch solche mit Pelzfutter waren da, aber die kratzen auf der Haut, und es geht zum Frühling, wo Du ja überhaupt keine trägst. Ich wollte Dir erst welche aus Leder kaufen mit Stulpen und schönen Motiven, aber ich entschied mich doch für diese Durchbrochenen. Verliere sie bitte nicht! Wenn Du eingeladen bist, lass sie nicht liegen! Ziehe sie nicht halb an oder trage heruntergeklappt! Ich habe mit Absicht mit Reißverschluss gewählt, falls Du dich mal beeilen musst. Wenn es warm ist, sieht es gut aus, wenn Du sie beim Spazieren gehen graziös in der Hand hältst. Sie werden nicht lange sauber bleiben, denn viele Leute haben schwitzige Hände. Wenn Du sie säubern willst, begieße sie mit Benzin, und setze dich damit in den Park in die Sonne. Bevor Du sie anziehst, musst Du einmal kräftig hinein passen.
Wenn sie Dir nicht gefallen, kannst Du sie auch umtauschen. Der Verkäufer probiert gern andere an. Wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind oder kaputt gehen, wirf sie nicht weg, sondern gib sie mir wieder, denn ich kann damit schön meine Brillengläser putzen.

In treuer Liebe

Dein A. B. C.


So kriegen Sie Ihre Ehe kaputt!

130.000 Scheidungen pro Jahr machen genau 260.000 Experten, die wissen, wie man eine Ehe kaputt bekommt. Hier eine Hitliste, die auch Sie zum Experten machen!

1. Sexualität:
Nichts ist leichter, als mittels Sexualität eine Ehe aus den Angeln zu heben. Einfaches Rezept: Immer dann wollen, wenn der Partner nicht will, oder umgekehrt. Weitere Erfolg versprechende Methoden sind: Sich aus Sex nichts machen; ständig Sex wollen; beim Sex einschlafen; nie über Sex reden. Und nicht zu vergessen: Der Seitensprung!

2. Aufmerksamkeit:
Sie kennen Ihren Partner ausführlich genug, um zu wissen, wie sehr er sich über kleine Aufmerksamkeiten freut. Freundlichkeiten, Komplimente, Blumen, Schmuck: Lassen Sie bitte diese Dinge weg!

3. Zärtlichkeit:
Die Zärtlichkeit ist Gift, bei jeder Scheidungsabsicht. Zum Glück lässt routiniertes Miteinander ohnehin kaum Liebkosungen zu. Vermeiden Sie aber auf jeden Fall romantische Erinnerungen an vergangene Zeiten!

4. Verantwortung:
Hier gibt es 2 Arten von Spielen, die sich in ihrer Wirkung jedoch nichts nehmen. In der einen Variante geht es darum, alle Würde zu übernehmen und von nun an über alles zu bestimmen. In der zweiten Variante lehnt man jegliche Verantwortung ab, lässt den Partner alles machen und weiß dann danach alles besser!

5. Streiten:
Am besten erst gar nicht damit aufhören. Dauerstreit ist einer der besten Ehekiller. Sollte Ihnen tatsächlich nichts mehr einfallen, was Sie an Ihrem Partner kritisieren können, hilft Ihnen ein gutes Gedächtnis aus dieser Verlegenheit. Seien Sie nachtragend!

6. Gemeinsamkeiten:
Sollten Sie immer noch Ähnlichkeiten pflegen wie Sport, Hobbys, politische Ansichten, Musik, Theater, Wandern, hilft Ihnen noch am ehesten die Besinnung auf Ihre Selbstentfaltung. Seien Sie ein ganzer Egoist! Das trennt!

7. Gewohnheiten:
In besonders beharrlichen Fällen bieten schlechte Gewohnheiten immer noch eine reale Möglichkeit: Rauchen im Bett, Vernachlässigung der Körperpflege, Schnarchen und Bartstoppeln im Waschbecken sind nur eine kleine Auswahl.

Sollten diese Anregungen allerdings überhaupt kein Gehör bei Ihnen finden, muss man an der Ernsthaftigkeit Ihres Vorgehens zweifeln. Wahrscheinlich machen Sie sogar das komplette Gegenteil von dem Obigen. Na gut, wenn Sie absolut glücklich sein wollen.........